Blasenkrebs (Blasenkarzinom)

Hier finden Sie Infos über Symptome, Ursachen und Behandlung von Blasenkrebs und Harnblasenkarzinomen.

Synonyme

Harnblasenkrebs, Blasenkarzinom, Harnblasenkarzinom, Karzinom der Harnblase, Harnblasenneoplasie

Definition

Bauch abtasten

Mediziner bezeichnen Blasenkrebs als Blasenkarzinom. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Karzinomen der Harnblase. In 70 Prozent der Fälle werden Blasengeschwülste entdeckt, solange sie noch nicht in die Muskelschicht des Organs vorgedrungen sind. Diese Krebsgeschwüre bezeichnet man als nicht muskelinvasive Tumoren. Bei den muskelinvasiven Tumoren hat sich der Krebs bereits in die Muskelschicht der Blase vorgearbeitet. Darüber hinaus können Blasenkrebstumoren aus der Blase heraus in umliegendes Gewebe wachsen. Am häufigsten betroffen sind dann die Harnwege und das Nierenbecken.

Symptome

Eindeutige äußerlich erkennbare Symptome von Blasenkrebs gibt es nicht. Nur selten verursacht Blasenkrebs im Frühstadium Schmerzen. In der Regel führen Auffälligkeiten beim Wasserlassen wie rötlich-braune Verfärbungen des Urins, häufiges Wasserlassen oder erschwertes Wasserlassen dazu, dass die Betroffenen zum Arzt gehen. Dort kann Blasenkrebs dann vor allem anhand bildgebender Verfahren diagnostiziert werden.

Ursachen

Üblicherweise entsteht Blasenkrebs in der Blasenschleimhaut. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Als wichtigster Risikofaktor gilt das Rauchen. Offenbar fördern Giftstoffe aus dem Tabak schädliche Veränderungen des Erbgutes, durch die sich das entartete Wachstum der Blasen- oder Blasenschleimhautzellen entwickelt. Vor allem auf das Rauchen führt man zurück, dass Blasenkrebs bei Männern etwa drei Mal so häufig ist wie bei Frauen. Laut Studien entfallen bis zu 70 Prozent der insgesamt gut 30.000 Neuerkrankungen pro Jahr auf Raucherinnen oder Raucher.

Als weitere Ursachen gelten chronische Blasenentzündungen, Strahlenbelastungen und die Aufnahme aromatischer Amine wie Benzidin oder 2-Naphthylamin. In Berufen wie beispielsweise der Stahl- und Chemieindustrie, Zahntechnik und Automechanik ist Blasenkrebs deshalb auch als Berufserkrankung anerkannt. Medikamentennebenwirkungen sind eine weitere Ursache von Blasenkrebs. Das gilt vor allem für das Schmerzmittel Phenazetin sowie Krebsmedikamente mit dem Wirkstoff Cyclophosphamid.
 

Behandlung

Die Behandlung von Blasenkrebs erfolgt vor allem operativ. Nicht muskelinvasive Tumoren der Blasenschleimhaut werden in der Regel chirurgisch abgetragen. Gegebenenfalls schließt sich eine Chemo- und/oder Bestrahlungstherapie an. Bei fortgeschrittenem Blasenkrebs müssen Harnblase und umliegendes Gewebe (Prostata, Harnröhre, Samenleiter, Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter) ganz oder teilweise entfernt werden. Nach dieser sogenannten Zystektomie wird der Harn über die Bauchdecke in einem Urinbeutel abgeleitet. Zuweilen wird versucht, eine sogenannte Neoblase aus einem Dünndarmareal zu modellieren und zu vernähen. Verläuft diese Operation ohne Komplikationen und bleibt der Blasenschließmuskel intakt, können die Betroffenen anschließend den Urin wie gewohnt über die Harnröhre ausscheiden.

Autor: Charly Kahle

Stand: 15.05.2018

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