Hepatitis C

Hepatitis C ist eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis-C-Virus verursacht und meist über direkten Blut übertragen wird. Mehr über die Symptome, Ursachen und Therapie von Hepatitis C.

Synonyme

Non-A-non-B-Hepatitis

Definition

Hepatitis C

Hepatitis C ist eine durch Hepatitis-C-Viren verursachte Leberentzündung, die früher auch Non-A-non-B-Hepatitis genannt wurde, weil sie weder durch das Hepatitis A Virus noch durch das Hepatitis B Virus verursacht wurde.

Hepatitis C kann selten über das körpereigene Immunsystem erfolgreich bekämpft werden. Darum geht eine akute Hepatitis C in etwa 80 Prozent der Fälle in eine chronische Form über.

Nach ausgeheilter Hepatitis C kann man jederzeit erneut an Hepatitis C erkranken.

Alle Hepatitis Formen

Hepatitis | Hepatitis A | Hepatitis B | Hepatitis C | Hepatitis D | Hepatitis E

Symptome

Akute Hepatitis C

Akute Hepatitis C verläuft häufig unbemerkt. Nur ein Viertel der Betroffenen leidet an allgemeinen Symptomen einer Leberentzündung (Hepatitis).

Chronische Hepatitis C

Bleibt das Hepatitis C Virus länger als 6 Monate im Blut nachweisbar, sprechen Mediziner von einer chronischen Hepatitis. Diese heilt in der Regel nicht mehr aus. Die chronische Hepatitis C verläuft über viele Jahre unbemerkt oder mit unspezifischen Symptomen wie Leistungsschwäche, Müdigkeit und Oberbauchbeschwerden.

Bei 20 Prozent der Betroffenen mit chronischer Hepatitis C wandelt sich das Leberfunktionsgewebe in starres Bindegewebe um und die Leber schrumpft. Als Folge kommt es zur Leberzirrhose, die zu Leberversagen und Leberkrebs führen kann. Im ungünstigsten Fall kann der Patient nur noch mit einer Lebertransplantation überleben.

Neben den Leberveränderungen können gelegentlich auch andere Krankheiten zusammen mit der chronischen Hepatitis C auftreten. Dazu gehören vor allem:

  • Nierengewebsentzündungen
  • Gefäßentzündungen
  • Entzündungen der Schilddrüse
  • Entzündungen der Speichel- und Tränendrüsen.

Ursachen

Hepatitis C wird durch das gleichnamige Hepatitis C Virus verursacht. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion mit dem Hepatitis C Virus und dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome, kann zwischen 14 Tagen und mehreren Monaten liegen.

Hepatitis C Viren gelangen vor allem über Blut oder Blutprodukte in den Körper, seltener über Sperma oder Muttermilch. Besonders gefährdet, an einer Hepatitis C zu erkranken, sind Drogenabhängige - vor allem, wenn sie ihr Spritzbesteck tauschen.

Ein minimal erhöhtes Risiko haben Bluter und Dialysepatienten. Allerdings werden hierzulande Blut oder Blutprodukte mittlerweile so streng überprüft, dass eine Infektion mit Hepatitis C Viren nahezu ausgeschlossen ist.

Seltene Übertragungswege

Hepatitis C Viren überleben außerhalb des Körpers nur eine begrenzte Zeit. Daher sind indirekte Übertragungswege (z. B. im Tattoo- oder Piercingstudio sowie bei der gemeinsamen Nutzung von Scheren, Rasiermessern oder Zahnbürsten infizierter Personen) nur sehr selten Grund einer Hepatitis C Infektion. Ebenfalls gering ist das Übertragungsrisiko für Hepatitis C beim Geschlechtsverkehr.

Behandlung

Die Behandlung von Hepatitis C richtet sich nach dem Verlauf. Mittel der Wahl ist Interferon. Interferon alpha ist die einzige Substanz, die nachweislich gegen das Hepatitis C Virus wirkt. Interferon unterstützt das körpereigene Abwehrsystem bei der Bekämpfung der Hepatitis C Viren. Über 24 Wochen gegeben, verhindert Interferon in mehr als 85 Prozent der Fälle den Übergang in eine chronische Hepatitis C.

Behandlung der chronischen Hepatitis C

Bei der chronischen Hepatitis C wird üblicherweise eine Kombination aus sogenanntem pegylierten Interferon alpha und Ribavirin gegeben. Pegyliertes Interferon alpha bleibt länger im Körper wirksam, da es an Polyethylenglykol gekoppelt ist. Vorteil dieser Verbindung ist, dass das Medikament so nur noch einmal wöchentlich unter die Haut gespritzt werden muss.

Ribavirin hindert die Vermehrung der Hepatitis C Viren im Körper. Der Wirkstoff wird zweimal täglich als Tablette eingenommen. Diese Kombinationstherapie dauert – abhängig von der Schwere der Leberentzündung – in der Regel 24 bis 48 Wochen.

Vorbeugung

Eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme gegen Hepatitis C sind hierzulande die routinemäßigen Kontrollen von Blutkonserven und Blutprodukten. Ganz allgemein gilt bei einer Hepatitis C, sich vor infektiösem Blut zu schützen. Mitarbeiter in medizinischen Berufen sollten zum Beispiel generell Handschuhe beim Blutabnehmen oder Spritzen tragen. Handschuhe sind auch bei der Pflege von Hepatitis C infizierten Angehörigen (oder Patienten) ratsam.

Desweiteren ist darauf zu achten, alle Gegenstände mit Hepatitis C-infiziertem Blut oder Körperflüssigkeiten gründlich zu desinfizieren. Gebrauchte Kanülen gehören in bruchsichere Behälter.

Und ein letzter Tipp: Benutzen Sie beim Sex konsequent Kondome, das gilt insbesondere bei häufig wechselnden Sexualpartnern bzw. Partnerinnen.

Impfung gegen Hepatitis C nicht vorhanden

Im Gegensatz zu Hepatitis A oder Hepatitis B gibt es bislang keinen Impfstoff gegen eine Hepatitis C Infektion.

Autor: Charly Kahle

Stand: 25.10.2017

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