Hepatitis D

Hepatitis D gehört zu den besonders tückischen Formen der Leberentzündung, die ausschließlich in Kombination mit Hepatitis B auftritt und nicht heilbar heilbar ist. Mehr über Symptome, Ursachen, Therapie und Vorbeugung von Hepatitis D.

Definition

Hepatitis D

Hepatitis D ist eine unheilbare Form der Hepatitis, die nur auftritt, wenn man bereits mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert ist. Denn das Hepatitis-D-Virus benötigt die Hülle des Hepatitis-B-Virus, um sich zu vermehren.

Die zusätzliche Infektion mit Hepatitis D wird als Koinfektion bezeichnet. Diese Koinfektion verschlechtert den chronischen Verlauf von Hepatitis B in 70 bis 90 Prozent aller Fälle.

Eine Infektion mit Hepatitis D steigt das Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs.

Alle Hepatitis Formen

Hepatitis | Hepatitis A | Hepatitis B | Hepatitis C | Hepatitis D | Hepatitis E

Häufigkeit

Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden im Jahr 2010 in Deutschland nur 10 Fälle von Hepatitis D gemeldet. Nach Schätzungen der Medizinischen Hochschule Hannover sind in Deutschland aktuell jedoch 30.000 Menschen an Hepatitis D erkrankt. Danach sterben hierzulande jährlich mehr Menschen an Hepatitis D als an AIDS und mit HIV assoziierten Erkrankungen. Weltweit, so übereinstimmende Informationen, sind rund 10 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-D-Virus infiziert, vor allem in den Ländern Nordafrikas, des Mittleren Ostens, des südeuropäischen Mittelmeerraums und Südamerikas.

Symptome

Die Symptome bei Hepatitis D ähneln denen bei Hepatitis B. Sie beginnt unspezifisch mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Leistungsschwäche. Erfolgt die Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus nach einer Hepatitis-B-Infektion, sind schwere Krankheitsverläufe zu erwarten. Grundlegende Informationen über die Eigenschaften von Leberentzündungen, die alle Hepatitisformen gemeinsam haben, lesen Sie im Ratgeber Hepatitis.

Ursachen

Hepatitis D wird durch das Hepatitis D Virus in Verbindung mit einer Hepatitis B übertragen. Die Ansteckung mit Hepatitis D kann gleichzeitig mit Hepatitis B erfolgen (sogenannte Simultan-Infektion) oder nachträglich bei einer bestehenden Hepatitis B Infektion (sogenannte Superinfektion). Die Übertragung erfolgt bei engem Körper über Blut, Sperma, Speichel oder Muttermilch.

Risikogruppen

Ein besonders hohes Risiko, an einer Hepatitis D zu erkranken, haben:

  • Menschen mit häufig wechselnden Sexualen
  • Personen, die beruflich mit Blut oder Blutprodukten umgehen (vor allem im Gesundheitswesen)
  • gemeinsame Nutzung von Spritzbesteck bei Drogenabhängigen
  • Neugeborene von Hepatitis B-infizierten Müttern.

Behandlung

Die Behandlung von Hepatitis D ist bislang noch unbefriedigend. Es gibt bis heute kein Medikament, das Hepatitis D erfolgreich bekämpft. In den vergangenen Jahren fanden Mediziner zwar heraus, dass einige Hepatitis D Fälle durch eine 12-monatige Behandlung mit sogenanntem pegyliertem Interferon ausheilen. Bei den meisten Erkrankten aber steigt nach einem Jahr Behandlung die Virusmenge wieder an. Möglicherweise verlangsamt die Interferonbehandlung jedoch den allgemeinen Krankheitsverlauf bei Hepatitis D. Im Endstadium der Hepatitis D hilft oft nur eine Lebertransplantation.

Auch virenhemmende Medikamente aus der Gruppe der Nukleosid- bzw. Nukleotidanaloga wie Adefovir, Entecavir, Lamivudin und Telbivudin, die erfolgreich bei Hepatitis B eingesetzt werden, sind bei Hepatitis D nicht wirksam.

Vorbeugung

Die Hepatitis B-Impfung schützt gleichzeitig vor einer Infektion mit dem Hepatitis D Virus. Zudem sollten Sie einige Verhaltensregeln beachten:

  • Nur „safer Sex“, also geschützten Geschlechtsverkehr mit Kondomen.
  • Spritzen nur einmalig verwenden und nicht tauschen.
  • Auf Reisen in Risikogebiete mit niedrigem Hygienestatus kann es allgemein sinnvoll sein, einen Satz steriler Spritzen und Kanülen in der Reiseapotheke mitzuführen.
  • Keine Rasierutensilien, Zahnbürsten sowie Nagelscheren und –feilen von potenziell infizierten Personen leihen.
  • In Tattoo- und Piercing-Studios auf entsprechende Hygiene achten (zertifizierte Läden bevorzugen).

Autor: Charly Kahle

Stand: 25.10.2017

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