Panikstörung (Panikattacken)

Panikstörungen, auch Paniksyndrom genannt, gehören zu den Angststörungen. Wichtigstes Symptom sind meist schwere Panikattacken ohne objektive Gefahr.

Synonyme

Paniksyndrom, Panikattacken, episodisch paroxysmale Angst

Definition

Panikattacke

Panikstörungen sind eine häufige Form der Angststörung. Im Gegensatz zu den Phobien oder der generalisierten Angststörung verlaufen Panikstörungen in Schüben. Charakteristisch sind sogenannte Panikattacken. Diese mitunter überaus heftigen Angstschübe beginnen nahezu immer abrupt, ohne eine reale Bedrohung für den Betroffenen. Die Angst verstärkt sich in der Regel sehr schnell und hält auf dem Höhepunkt der Intensität für einige Minuten an. Danach ebbt die Angstwelle von selbst ab, weil der Körper die zugrunde liegende Angstreaktion nicht über längere Zeit aufrechterhalten kann.

Die Zeit bis zum Nachlassen der Angst erleben Menschen mit Panikstörungen oft als Hölle. Typischerweise leiden die Betroffenen an Atemnot, Herzrasen, Brustenge, Zittern, Schwindel und Schweißausbrüchen. Sehr häufig wähnen sie sich in Lebensgefahr. Panikattacken führen mitunter zu heftigen selbstgefährdenden Reaktionen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Betroffenen im Straßenverkehr kopflos vor der empfundenen Gefahr flüchten oder auf einer Leiter oder einem Berghang den Halt verlieren und stürzen.

Panikstörungen schränken das Leben der Betroffenen sehr stark ein. Weil die Panikattacken so intensiv und bedrohlich erlebt werden, entwickeln viele Betroffene eine ausgeprägte Angst vor der nächsten Panikattacke. Das kann soweit gehen, dass sie alleine gar nicht mehr ihre Wohnung verlassen und Menschenansammlungen komplett meiden. Dann hat sich zusätzlich zur Panikstörung eine Agoraphobie entwickelt.

Ursachen

Panikstörungen können psychisch bedingt sein oder im Rahmen einer Erkrankung auftreten. Typische Krankheiten, die mit Panikattacken einhergehen können, sind Störungen der Schilddrüse und Nebennieren oder des Herzens.

Behandlung

Auch wenn die Betroffenen zu Beginn der Therapie selten daran glauben: Panikstörungen sind wie andere Angststörungen in den meisten Fällen sehr gut zu behandeln. Als Therapie hat sich vor allem die kognitive Verhaltenstherapie bewährt. Wesentlicher Kern dieser Methode ist ein begleitetes Expositionstraining. Dabei setzen sich die Betroffenen immer stärker werdenden Angstreizen aus (Exposition). Ziel der Übung: Die Betroffenen lernen, dass keine reale Gefahr besteht und die Angstreaktion nach wenigen Minuten von selbst abebbt, weil der Körper diese extreme Stressreaktion nicht lange aufrechterhalten kann. Diese Lernerfolge führen oft dazu, dass Panikattacken ganz oder nahezu vollständig ausbleiben.

Autor: Charly Kahle

Stand: 15.05.2018

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