Hautkrebsvorsorge bei Kindern ausbauen

Der Nutzen des kostenlosen Hautkrebs-Screenings bei Erwachsenen wird kontrovers diskutiert. Kinderärzte fordern dennoch, der Bund möge die Hautkrebsvorsorge bei Kindern ausbauen.

Hautkrebs

Rettet die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung Menschenleben? Das ARD-Magazin „Kontraste“ meldet, das Screening zur Früherkennung habe nicht dazu beigetragen, die Sterblichkeitsrate von Hautkrebs zu senken. Das Magazin beruft sich auf den Evaluationsbericht zum Hautkrebs-Screening. Und dieser Bericht lässt laut Einschätzung einiger Experten tatsächlich viele Fragen offen. Für eine zuverlässige Einschätzung der Auswirkungen auf die Sterblichkeitsrate sei es noch zu früh.

Der Evaluationsbericht habe nur die ersten beiden Jahre (2009 und 2010) nach Einführung der Screenings untersucht. Dieser Zeitraum ist nach wissenschaftlichen Kriterien zu kurz, um belastbare Aussagen zu treffen. Kritiker bemängeln darüber hinaus, dass es sich in 50 Prozent der Hautkrebsdiagnosen um Vorstufen handele. In diesen Fällen sei nicht sicher, ob sich aus der Vorstufe tatsächlich eine ernsthafte Krebsentwicklung entwickle. Die Patienten aber müssten vom Zeitpunkt der Entdeckung mit der Angst vor dem Krebs leben. Zugleich würden auch gefährliche Hautkrebsformen beim Screening überhaupt nicht entdeckt, da sie verhältnismäßig schnell wachsen könnten.

Daten aus 11 Million Screenings untersucht

In den Evaluationsbericht des Gemeinsamen Bundesausschusses sind die Daten aus fast 11 Millionen Hautkrebsscreenings eingeflossen. Im Jahr 2010 gab es dabei fast 68.000 Befunde auf Hautkrebs. In gut 2 Dritteln der Fälle (42.000) handelte es sich um Basaliome, die auch als weißer Hautkrebs bezeichnet werden. Basaliome gelten unter anderem als eine Folge von häufigen Sonnenbränden. Etwa 20.000 Fälle entfielen auf sogenannte Spinaliome. Bei etwa 7.400 Teilnehmern (0,1 Prozent aller Teilnehmer des Screenings) der Hautkrebsvorsorgeuntersuchung ergab das Screening die Diagnose malignes Melanom (Schwarzer Hautkrebs). Diese Hautkrebsform gilt als besonders gefährlich und verläuft ohne rechtzeitige Behandlung häufig tödlich. Die Autoren des Berichtes verweisen aber darauf, dass einige der im Laufe des Screenings entdeckten malignen Melanome auch ohne die Vorsorgeuntersuchung entdeckt worden wären.

Jährlich nutzen etwa 8 Millionen Deutsche die Untersuchung, die für Erwachsene ab dem 35. Lebensjahr alle 2 Jahre kostenlos möglich ist. In den meisten Fällen (60 Prozent) übernehmen Hausärzte das Screening.

Krebshilfe und Kinderärzten fordern Hautkrebsvorsorge als U-Untersuchung

Um die Hautkrebsvorsorge bei Kindern und Jugendlichen zu verbessern, sollen entsprechende Untersuchungen in die U-Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen aufgenommen werden. Das fordern der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Die Initiatoren verweisen unter anderem darauf, dass Eltern die Spätfolgen von Sonnenbränden bei ihren Kindern noch immer unterschätzten. Es sei nicht ausreichend bewusst, dass das ultraviolette Licht der Sonne eine ähnlich krebserregende Wirkung haben können wie Rauchen.

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